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Wie viele Vögel sind noch da? Nabu ruft zur Zählung auf

Erschienen am 01.01.2018
Berlin (dpa) - Finden Meisenknödel und Sonnenblumenkerne gefiederte Abnehmer? Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft die Menschen in Deutschland wieder zum Vögel-Beobachten auf. Bei der jährlichen Aktion «Stunde der Wintervögel» sind Interessierte aufgerufen, zwischen dem 5. und 7. Januar eine Stunde lang Vögel am Vogelhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und die vorkommenden Arten beim Nabu zu melden. Das geht über das Internet oder telefonisch.

Wie der Nabu mitteilte, beteiligten sich im vergangenen Jahr mehr als 120 000 Menschen an der Aktion. Sie sichteten allerdings im Vergleich zu früheren Jahren insgesamt deutlich weniger Individuen. Als eine Ursache wird das Nahrungsangebot im Ausland angenommen. «Vermutlich gab es in Polen, dem Baltikum und Russland im vergangenen Winter so viel zu fressen, dass Vögel, die sonst zu uns kommen, dort überwintert haben», erklärte Nabu-Experte Marius Adrion.

In diesem Jahr deutet sich laut Nabu bislang an, dass wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa in Deutschland überwintern, zum Beispiel Fichtenkreuzschnäbel. Damit auch Laien die Arten erkennen können, bietet der Nabu unter anderem auf seiner Internetseite entsprechende Informationen. Der Spatz gehört traditionell zu den am häufigsten gesichteten Vögeln.