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Umweltverband verleiht Bauern-Präsident den «Dinosaurier des Jahres»

Erschienen am 28.12.2017
Berlin (dpa) - Der Umweltschutzverband Nabu hat dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbands mit dem Negativ-Preis «Dinosaurier des Jahres 2017» ausgezeichnet. Joachim Rukwied bekomme ihn für seine «rücksichtslose Blockade einer umweltfreundlichen Agrarreform», teilte der Nabu am Donnerstag mit. Er streite die Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft für das Artensterben ab und verteidige naturschädliche Subventionen. Rukwied setze die Zukunft vieler Bauern aufs Spiel, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke, denn wenn die gesellschaftliche Akzeptanz für die Landwirtschaft schwinde, dann gebe es längerfristig auch keine Förderung vom Staat mehr.

Der «Dinosaurier des Jahres» ist nach Nabu-Angaben eine 2,6 Kilo schwere Nachbildung einer Riesenechse und wird seit 1993 verliehen. Rukwied nahm die Nachricht gelassen. «Der Nabu hat mit seinem alljährlichen Ritual bereits eine Reihe verdienter Persönlichkeiten ausgezeichnet. Ich freue mich über diesen "Preis"», teilte er mit. Viele Kollegen und Verbandsmitglieder verstünden ihn als Auszeichnung. Die Bauern stünden zu ihrer Verantwortung für Umwelt und Artenvielfalt. 2016 war Bayer-Chef Werner Baumann für die Fusionspläne von Bayer und Monsanto ausgezeichnet worden.