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Umweltministerin gegen Abschussprämien für Wildschweine

Erschienen am 20.12.2017
Magdeburg (dpa/sa) - Abschussprämien für Wildschweine und der Einsatz von Nachtsichtgeräten bei der Jagd sind aus Sicht von Umweltministerin Claudia Dalbert im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest nicht sinnvoll. Diese Maßnahmen seien nicht zielführend, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch im Magdeburger Landtag. Prämien für die Jäger würden die Zahl der abgeschossenen Wildschweine nicht erhöhen. Weitaus besser geeignet seien revierübergreifende Jagden. Wildschweine gelten als Überträger des Virus.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich vor allem in Osteuropa immer weiter aus. Nachgewiesen wurde das Virus unter anderem bei Wildschweinen in Polen und Tschechien, nur wenige hundert Kilometer von Deutschland entfernt. Für den Menschen ist die Krankheit zwar ungefährlich, es drohen aber große wirtschaftliche Schäden, sollte die Seuche in Zuchtbetriebe eingeschleppt werden.

Um das zu verhindern, hat das Umweltministerium eine Expertengruppe mit Tierärzten und Jägern eingerichtet. «Das Stichwort lautet ganz klar Prävention», sagte Dalbert. Abgeordnete des Landtags sprachen sich in mehreren Anträgen für weitere Maßnahmen aus. So müsse die Bevölkerung über Verbreitungswege der Seuche aufgeklärt werden. Es müsse sichergestellt werden, dass Privatpersonen keine Fleisch- und Wurstwaren aus Ländern mitbringen, die von der Seuche betroffen sind. Zudem gelte es, den Bestand an Wildschweinen im Land wirksam einzudämmen. Auch die Hygieneregeln bei Tiertransporten müssten überprüft werden.