Strafbefehl gegen Bauern-Funktionär wegen Gewässerverunreinigung - Bau & Landmaschinen Service Tix

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Strafbefehl gegen Bauern-Funktionär wegen Gewässerverunreinigung

Erschienen am 21.02.2018
Nürnberg/Hersbruck (dpa/lby) - Wegen Boden- und Gewässerverunreinigung hat das Amtsgericht Hersbruck den Vizepräsidenten des bayerischen Bauernverbandes, Günther Felßner, zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Felßner auf seinem Hof in Günthersbühl (Landkreis Nürnberger Land) Silosickersäfte in ein Wasserschutzgebiet geleitet hat.

Felßner, der zugleich Präsident des mittelfränkischen Bauernverbandes ist, habe nun 14 Tage Zeit, gegen den vom Amtsgericht erlassenen Strafbefehl Einspruch einzulegen, berichtete eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Dienstag. In diesem Fall würde der Fall öffentlich verhandelt.

Die Anklagebehörde wirft Felßner vor, mit der Einleitung der Silosickersäfte sowohl Boden in der Nachbarschaft seines Hofs als auch «lokal oberflächliches Grundwasser» belastet zu haben. Für das Trinkwasser habe allerdings keine Gefahr bestanden, versicherte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Auch der Vorwurf, Felßner haben Gülle auf seinem Hof illegal entsorgt, habe sich nicht bestätigt. Auch seien keine Sickersäfte in die vorbeifließende Gründlach gelangt. Das Ermittlungsverfahren gegen drei Mitarbeiter des Landratsamtes Lauf sei dagegen eingestellt worden. Sie waren in den Verdacht geraten, von den Einleitungen gewusst, aber nicht die erforderlichen Maßnahmen dagegen unternommen zu haben.