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Salmonellen in Tierfutter entdeckt

Erschienen am 29.12.2017
Kiel (dpa/lno) - Eine Ölmühle in Schleswig-Holstein hat nach Behördenangaben möglicherweise mit Salmonellen belastetes Futter ausgeliefert. Wie das Agrar- und das Verbraucherschutzministerium am Freitag mitteilten, war am 22. Dezember in Kiel über ein europäisches Schnellwarnsystem der Hinweis der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde eingegangen, dass in einem Lager in Dänemark Salmonellen nachgewiesen wurden. Teile der Ware stammten von der Futtermittel-Ölmühle in Schleswig-Holstein. Diese hatte den Angaben zufolge schon bei Eigenkontrollen Salmonellen in «Rapskuchen» festgestellt, das aber offenkundig nicht gemeldet.

Deshalb sei davon auszugehen, dass Futtermittel, die mit «Rapskuchen» aus dem Werk seit dem 24. Oktober hergestellt wurden, möglicherweise belastet sind. Zu unterscheiden sei zwischen mehlförmigem Mischfutter und Futter-Pellets. Bei diesen gilt das Salmonellen-Risiko als gering, weil es eine thermische Behandlung gab. Nach den Angaben vom Freitag erhielten 7 Rinder- und 17 Schweinehaltungen mehlförmiges Mischfutter, das mit Rapskuchen seit dem 24. Oktober hergestellt wurde. Pellets gingen an 1010 Rinder- und 136 Schweinehaltungen. Es wurden auch hier vorsorglich Salmonellen-Untersuchungen eingeleitet. Das Verbraucherschutzministerium betonte, dass von erhitzten Lebensmitteln wie pasteurisierter Milch oder durchgebratenem Fleisch grundsätzlich keine Gefahr durch Salmonellen ausgeht.

Es soll jetzt auch geklärt werden, warum seit der positiven Probe in Dänemark knapp zwei Monate vergingen, bevor es die amtliche Warnung kam. Das Agrarministerium prüft zudem, ob das Ausbleiben einer Information über den Salmonellen-Befund in der Ölmühle einen Verstoß gegen das Futtermittelgesetz bedeutet. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert. Die Firma soll ermitteln, wo der Salmonelleneintrag stattfand. Zudem wird geprüft, ob es um einen Einzelfall geht oder ob es Lücken im Qualitätssicherungssystem gibt.