NABU kritisiert Ideen zur Reduzierung des Robbenbestandes - Bau & Landmaschinen Service Tix

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NABU kritisiert Ideen zur Reduzierung des Robbenbestandes

Erschienen am 20.02.2018
Berlin/Stralsund (dpa/mv) - Die Kegelrobben im Greifswalder Bodden werden immer stärker zum Zankapfel. Der Umweltverband Nabu und die Grünen kritisierten Forderungen nach einer Begrenzung des Robbenbestandes als «schäbig». Die Akteure vor Ort wären gut beraten, aufzuklären und mögliche schwarze Schafe unter den Fischern zu identifizieren, anstatt Stimmung gegen eine streng geschützte Art zu machen, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller am Dienstag. Im Herbst des letzten Jahres wurden 23 tote Kegelrobben - und damit fast die Hälfte des Robbenbestandes im Greifswalder Bodden - entdeckt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz, weil die Tiere ertränkt sein könnten.

Fischer wiesen den Verdacht der Tötung zurück, sprachen sich aber für eine Obergrenze des Meeressäugers aus. Zuletzt hatte sich der EU-Abgeordnete Werner Kuhn (CDU) geäußert. Er sagte im Zusammenhang mit dem geplanten Managementplan im NDR, dass eine Region wie der Greifswalder Bodden, der als Kinderstube für den Hering gelte, eine große Robbenpopulation nicht vertragen könne. «Dann muss man auch darüber diskutieren, wie ist es möglich den Bestand zu reduzieren.
Und dann muss auch eine Ausnahmegenehmigung für bejagbares Wild her.»