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Milchbauern verlangen mehr Preisstabilität - Höhere Löhne notwendig

Erschienen am 26.09.2017
Für die Erzeuger ist der Milchpreis gestiegen, die Krise aus ihrer Sicht aber noch längst nicht überwunden. Thüringens Bauern hoffen auf bessere Zeiten - auch im Interesse der Nachwuchsgewinnung.

Trotz zuletzt gestiegener Milchpreise fordern Thüringens Bauern hier eine langfristige Perspektive, um sich von der Krise der vergangenen Jahre zu erholen. «Wenn wir jetzt 38 Cent pro Liter Milch bekommen, dann können wir damit ganz gut wirtschaften. Wir brauchen jetzt aber unbedingt stabile Preise über einen längeren Zeitraum», sagte der Vorsitzende des Milchfachausschusses des Landesbauernverbandes, Silvio Reimann, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Markt sei noch sehr sensibel und anfällig. «Was nützt es uns, dass wir jetzt einigermaßen fair bezahlt werden, der Preis aber innerhalb kürzester Zeit wieder abstürzen kann?», fragte Reimann, der auch Geschäftsführer der Milchland GmbH Veilsdorf ist. «Das Loch, das die Krise gerissen hat, ist riesengroß.» Seit Mitte 2014 hätten die Milchproduzenten unter stetig sinkenden Preisen gelitten.

So habe zum Beispiel der seither entstanden Investitionsstau bei den Betrieben bislang nicht abgebaut werden können. Erst wenn der Preis für den Liter Milch dauerhaft zwischen 38 und 40 Cent pro Liter liege, könnten die Landwirte Rücklagen bilden. «Die Krise hat sich zwar abgeschwächt, ist aber noch lange nicht vorbei.»

Feste Preise sind laut Reimann auch notwendig, um die Betriebe in der Landwirtschaft nachhaltig entwickeln zu können. «Es gibt zum Beispiel noch einen gewaltigen Aufholbedarf bei den Löhnen und Gehältern in der Branche.» Die Attraktivität für den Berufsnachwuchs müsse erhöht werden.
Veilsdorf (dpa/th)