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In Bayern werden kaum noch neue Windräder beantragt

Erschienen am 07.03.2018
München (dpa/lby) - In Bayern werden immer weniger neue Windräder beantragt. Im vergangenen Jahr wurden im gesamten Freistaat gerade einmal Anträge für vier Anlagen mit einer Gesamtleistung von 13 350 Kilowatt gestellt. Zum Vergleich: 2016 hatte es in Bayern immerhin noch 47 Anträge mit einer Gesamtleistung von 141 300 Kilowatt gegeben.

Dies geht aus einer Parlamentsanfrage der SPD-Landtagsfraktion an das Wirtschaftsministerium in München hervor, deren Antwort der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Aus dem Schreiben geht zudem hervor, dass
2016 106 Windräder in Betrieb gingen sowie 73 neue Anlagen genehmigt wurden, 2017 waren es 108 Inbetriebnahmen sowie fünf neue Genehmigungen. Diese Windräder waren jedoch beantragt worden, bevor die Staatsregierung die Auflagen verschärft hatte.

Die Entwicklung der Windenergie in Bayern steht damit in krassem Widerspruch zum bundesweiten Trend: Hier wurden 2017 1792 neue Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 5333 Megawatt neu gebaut - damit war es das bisher ausbaustärkste Jahr. Alleine im Vergleich zu 2016 war dies eine Steigerung von 15 Prozent, wie der Bundesverband Windenergie und der Maschinenbau-Fachverband VDMA Power Systems kürzlich in Berlin mitteilten.