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Forschungsprojekt zum Klimawandel hält Mischwäldern für sinnvoll

Erschienen am 22.02.2018
Buchholz (dpa/lni) - Auf den Klimawandel sollten Waldbesitzer mit dem verstärkten Anbau widerstandsfähigerer Baumarten reagieren. Auch bei der Bewirtschaftung der Wälder und dem Umgang mit Holz lassen sich die Folgen abmildern. Das sind Ergebnisse des Forschungsprojektes «CO-2-OPT» im Landkreis Harburg, die die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Dienstag in Buchholz in der Nordheide vorstellte.

Die Bäume müssten mit dem Klimawandel zurechtkommen und sollten zum Klimaschutz beitragen, etwa durch Speicherung von Kohlenstoff. «Daher ist es wichtig, die Wälder rechtzeitig zu verjüngen und zu stabilen Mischbeständen mit anpassungsfähigen Baumarten zu entwickeln», sagte der Forstexperte der Kammer, Martin Hillmann. «Die Niederschläge und Temperaturen werden sich verändern und mit ihnen das Baumwachstum - extreme Wetterereignisse werden wahrscheinlich zunehmen.» So rücken Arten wie die aus Nordamerika stammende Douglasie in den Fokus. Sie kommt relativ gut mit Trockenheit zurecht. Zugleich müssten aber Laubbäume gepflanzt werden.

Die Fichten gelten als Verlierer des Klimawandels. Sturm ist ein Problem besonders für flachwurzelnde Baumarten. Zudem werfen Laubbäume im Herbst ihre Blätter ab, mehr Regenwasser erreicht dann den Boden, statt zu verdunsten. Nach dem Fällen sollten die Transportwege reduziert werden, hieß es weiter. Die Verwendung des Holzes in der Region sei ein wichtiger Faktor. Holz solle zudem statt energieintensiverer Materialien wie Stahl im Baubereich verwendet werden, auch weil es relativ leicht ist. So könnten vorhandene Gebäude aufgestockt werden, ohne Flächen für Neubauprojekte auf der grünen Wiese zu verbrauchen.