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Ermittler prüfen weiter Material aus Schlachthof Tauberbischofsheim

Erschienen am 24.02.2018
Mosbach (dpa/lsw) - Eine Woche nach der Razzia in einem Schlachthof in Tauberbischofsheim sucht die Polizei in dem sichergestellten Material weiter nach Hinweisen auf Verstöße gegen den Tierschutz.
«Die Ermittler sind noch mit der Auswertung beschäftigt», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) am Mittwoch auf Anfrage. «Vor nächster Woche wird es wohl keine Entwicklung geben», meinte er. Das bei der Durchsuchung gesammelte Material werde von einer Ermittlungsgruppe in Heilbronn ausgewertet.

Anlass des Ermittlungsverfahrens waren der Staatsanwaltschaft zufolge Medienberichte sowie Anzeigen des Vereins «Soko Tierschutz»
(Augsburg) und der Fast-Food-Kette McDonald's. Demnach sollen in Tauberbischofsheim Tiere vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt sowie nicht zugelassene Geräte eingesetzt und vor der Betäubung der Tiere mehrfach unnötige Gewalt angewendet worden sein.

Der Betrieb gehört zur Firma OSI mit Europa-Sitz in Gersthofen bei Augsburg, einem Lieferanten von McDonald's. Nach Sichtung von TV-Aufnahmen hatten die Behörden die Schließung des Hofs verfügt.