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Bundesinstitut beklagt im Glyphosat-Streit deutsche Angst vor Chemie

Erschienen am 23.02.2018
Osnabrück (dpa) - Der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung hat vor dem Hintergrund des Streit um den Unkraftvernichter Glyphosat eine tiefsitzende Angst der deutschen Gesellschaft vor Chemie beklagt. «Wir Deutschen neigen zur Verklärung der Natur. Schlecht ist eben das, was nicht natürlich, sondern menschengemacht ist», sagte der Risikoforscher Andreas Hensel der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch). Er schloss nicht aus, dass der von Union und SPD vereinbarte Glyphosat-Ausstieg schlimmere Folgen haben könnte als die weitere Zulassung. «Andere Wirkstoffe werden angewendet, die möglicherweise giftiger sind als Glyphosat», erklärte Hensel. «Es wird jedenfalls nicht automatisch mehr Insekten geben (...), nur weil wir auf Glyphosat verzichten. Vielleicht sogar im Gegenteil.»

Der Wirkstoff ist umstritten. Eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation hatte das Pestizid als möglicherweise krebserregend eingestuft. Das deutsche Bundesinstitut und weitere Behörden teilen diese Einschätzung aber nicht.