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Brunner will Klasse statt Masse - «Premiumstrategie» für Bauern

Erschienen am 20.01.2017
Agrarminister Helmut Brunner (CSU) will Bayerns Bauern und Lebensmittelhersteller auf Klasse statt Masse einschwören.
Mit einer «Premiumstrategie» unter dem Motto «Bestes aus Bayern» will der CSU-Politiker den Absatz hochwertiger Lebensmittel fördern und forcieren. «Ich will unsere Top-Spezialitäten als Imageträger für Bayern und seine Regionen noch bekannter machen», sagte Brunner am Freitag auf der Grünen Woche in Berlin. Brunner will in den kommenden beiden Jahren zwei Millionen Euro für die Umsetzung des Konzepts ausgeben. Die Zukunft des Agrarstandorts Bayern liege nicht vorrangig in der Produktion austauschbarer Grundprodukte. Mit den bäuerlichen Strukturen im Freistaat könne man das Rennen um immer größere Mengen auf Dauer nicht gewinnen.

«Bäuerliche Strukturen» bezieht sich darauf, dass die bayerischen Bauernhöfe im Schnitt wesentlich kleiner sind als die Betriebe in Nord- und Ostdeutschland. Daher sind auch die Produktionskosten höher. Die neue Strategie beinhaltet mehrere Vorhaben. Eine Säule ist der Aufbau von Wertschöpfungsketten für besonders hochwertige Produkte. Als Beispiele nannte Brunner die Erzeugung und Vermarktung von Strohschweinen, Rohmilchkäsesorten oder Fleisch aus Bergregionen.
Außerdem will Brunner bei einem landesweiten Wettbewerb 100 «Genuss-Orte» mit eigenständiger kulinarischer Tradition ausloben.
Sie sollen die Bürger auf regionale Besonderheiten aufmerksam machen und damit effizienteres Marketing ermöglichen.